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Ja, ich bin etwas computerverrückt. Ziemlich computerverrückt sogar, wenn ich ehrlich bin. Nicht, das ich nicht auch mal ohne Computer auskommen könnte. Tatsächlich gibt es durchaus Zeiten, wo ich ganz froh bin, keinen Computer in der Nähe zu haben (hauptsächlich in den Ferien). Andererseits ist der Computer nun mal der Ort, wo ich meine Kreativität auslebe. Sei es das Basteln neuer Kleinstcomputer, sei es das Entwerfen eines Programms, oder sei es auch das Schreiben einer Geschichte. Erstmals in Kontakt mit Computern kam ich, als sich mein Vater einen ebensolchen von Texas Instruments kaufte. Deren Geräte liefen noch mit einem eigenen Betriebssystem, und verwendeten mit Daten bespielte Tonbandkassetten, sogenannte Datasetten, als Datenträger. Als Bildschirm diente der Fernseher. Allerdings stellte Texas Instruments diese Serie später ein, wodurch sich mein Vater gezwungen sah, auf die damals brandneuen IBM-PCs umzusteigen. Es begann mit einem kompatiblen XT. Als er sich einen 286 kaufte, erhielt ich das alte Gerät, und später auch den 286, als er sich einen schnelleren PC kaufte. Da ich etwa um diese Zeit begann, eigenes Geld zu verdienen, ersetzte ich nach und nach die Bauteile des 286 durch schnellere. Diese Tradition erhalte ich bis heute. Mein derzeitiges Gerät ist immer noch ein direkter Nachfolger jenes 286. Allerdings ist seither jedes Bauteil (inkl. Gehäuse) mindestens einmal ausgetauscht worden. Ein besonderes Augenmerk verdient das Betriebssystem Linux. Das ganze begann mitte 1996, als ich derart von Windows enttäuscht war, dass ich eine Alternative ausprobieren wollte. Auch wenn ich den Einstieg anfangs mühsam fand, überzeugten mich doch die Vorteile des Systems. Ich lernte es zu schätzen, nicht alle paar Monate neue Grafik- und Soundtreiber suchen zu müssen, denn Computer nicht nach fast jeder Systemänderung und Programminstallation neu starten zu müssen, und vor allem viel weniger Systemabstürze zu haben. Nebenbei sollte ich wohl noch erwähnen, dass ich mich damals noch mit einem kleinen Lehrlingslohn begnügen musste, so dass mir die Kostenersparniss durch die Nutzung freier Software natürlich ebenfalls sehr entgegenkam. Heute benutze ich Linux hauptsächlich im Netzwerkbereich, sowie für meinen privaten PC. Auch die oben erwähnten Kleinstcomputer laufen mit modifizierten Versionen von Linux. Dies ist möglich dank der sprichwörtlichen Flexibilität dieses Systems. Die modernen Linux-Distributionen sind übrigens deutlich einfacher zu installieren und zu bedienen, als jene, die 1996 aktuell waren. Wer ein Windows-System selbständig installieren und einrichten kann, sollte mit etwas Hilfe, in der Lage sein, dies auch mit Linux zu tun. Für Hilfestellung verweise ich hier mal auf die Linux Usergruppen. Irgendwo in der Nähe hat es sicher eine. |
Autor:Christof Bürgi <christof@buergi.lugs.ch> Webmaster: |